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Familie Mast

Wer seid ihr und was macht ihr? Wie lebt ihr?

Wir, Muni, Manuel und Miriam sind eine naturliebende und kletterenthusiastische Familie und beantworteten die Frage „Warum immer in den Urlaub fahren, wenn man nicht auch dort leben kann?“ mit dem Wohnsitz in Tirol. So beschloss ich, Miriam, meinem damaligen Freund Manuel ins Kletterparadies Tirol zu folgen. Manuel wohnt nun schon seit über 10 Jahren dort und ich, Miriam, bin nun seit etwa 5 Jahren hier glücklich angekommen. Seit 1 ½ Jahren sind wir zu dritt und unser Sohn Muni bereichert seither unser Familienleben jeden Tag aufs Neue.

Wir leben bescheiden und versuchen, so viel Zeit wie möglich in der Natur zu verbringen. Wir reisen oft und haben stets die Kletterpatschen und Crashpads im Gepäck. Seit letztem Jahr bauen wir Stück für Stück in Eigenarbeit unseren Traumcamper aus.

Selbst Muni ist schon fleißig am Kraxln und bezwang diesen Sommer seine ersten Boulder in Bleau und Wales.

Unser Hobby ist unser Beruf. Manuel ist selbstständiger Routenbauer und ich, Miriam, bin selbstständige Yogalehrerin. Auf unserer Homepage erfahrt ihr mehr über unser Tun und über uns: www.OvercomeGravity.com

Jung Yoga             Jung Routenbau

Wie und wann seid ihr zum Klettern/Yoga gekommen?

Manuel: Ich bin 1999 durch meinen damaligen Sportlehrer Rainer zum Klettern gekommen. Er nahm mich eines Tages in der schönen Rhön mit zur Steinwand. Ebenfalls wurde ein Jahr später eine eigene Kletterwand in der Turnhalle der Schule installiert, an der ich regelmäßiges Trainieren anfing. Ich hatte das Glück, dass Rainer voll hinter meinem Enthusiasmus fürs Klettern stand und so schafften wir es, dass ich einen eigenen Lehrplan sowie Abiprüfung schreiben konnte, welche er beim Schulamt einreichte und genehmigt bekam. Somit wurde ich der erste Hesse, der Klettern als Abiturabschlussprüfung hatte.

Auch nach meiner Schulkarriere bin ich dem Klettern bis heute immer treu geblieben: egal ob in einem Auslandsjahr in der Türkei, in dem ich immer mit einem kleinen Kanu zu einer kleinen Insel vor dem Stand gefahren bin, um dort zu klettern oder der Wahl meiner Studienorte: Bayreuth in der Nähe der Fränkischen und schließlich Innsbruck.

Miriam: Im Jahre 2006 lud mich meine Freundin Chiara aus Piemonte zu einem verlängerten Wochenende mit ihren italienischen Freunden nach Ailefroide in Frankreich ein. Wir waren damals mit Zelt und Kletterausrüstung unterwegs. Ich hatte zu dieser Zeit keinerlei Ahnung, wie man mit einem Seil oder mit einem Grigri umzugehen hat. Tapfer kletterte ich meine ersten plattigen und senkrechten Routen direkt draußen am Fels. Zum Glück kam mir meine Beweglichkeit etwas zugute. Meine italienischen Freunde wechselten aber nach einigen Tagen von hohen Felswänden zu kleinen Blöcken. Beeindruckt, was man im Überhang so alles festhalten kann, stand ich mit meinen dünnen Oberärmchen schon öfters daneben und suchte begehbarere Ecken der Blöcke. In Hessen wieder im Alltag angekommen war für mich sofort klar: Ich möchte das Klettern richtig angehen.

Zur Auswahl stand damals nur die T-Hall in Frankfurt. Boulderhallen gab es nur privat gezimmert in alten Scheunen, die ich sehr hinreißend fand

Habt ihr beide euch durchs Klettern kennen gelernt? Oder hat der eine den anderen mitgeschleppt und angefixt?

Manuel: Ich habe Miriam damals in der Kultboulderhalle in Mainz, dem Blockwerk, 2008 kennengelernt. Doch leider war sie damals mehr am Campusboardtraining interessiert als an mir. Dies änderte sich jedoch ein paar Jahre später, als sie mich in Tirol besuchte und wir ein schönes Wochenende (zum Glück verregnetes) in Innsbruck in meiner damaligen WG verbrachten und ihre Besuche wurden regelmäßiger, bis sie ein paar Monate später ganz blieb und seitdem geblieben ist.

Mia Training     Jung Yoga Familie Mast

Was macht für euch das Klettern/Bouldern aus? Warum seid ihr angefixt?

Manuel: Ich liebe am Klettern oder Bouldern die Kompromisslosigkeit. Entweder du kannst eine Route oder Boulder klettern oder nicht. Es verbindet Körper und Geist. Nur wenn man in seiner Mitte ist, kann man auch sein volles Leistungspotential ausschöpfen. Gerade beim Routenschrauben oder bei Erstbegehungen von neuen Bouldern wird einem eine besonders hohe kreative Entfaltungsmöglichkeit geboten. Kurz um: Mich macht es einfach glücklich.

Miriam: Ich bin ein Kletterer, der nicht rasch eine Linie wegflasht. Häufig suche ich mir an einem schönen Fleckchen in der Natur eine Linie, die mich fasziniert und Züge hat, die für mich zunächst nicht möglich sind. Nach langer Erarbeitung der einzelnen Züge und dann die Anreihung dieser wird das Unmögliche möglich. Dieses Erlebnis ist sehr erfüllend, denn jedes Mal verbringen wir wundervolle, ruhige Stunden bei Moos- und Nadelduft in freier Natur.

Welche Orte/Boulderregionen haben euch am meisten beeindruckt?

Wir haben vor ein paar Jahren einen längeren Urlaub in den Grampians / Australien gemacht und müssen sagen, dass es vom Gesamtpaket die absolute Nummer eins für uns ist: die Natur, das Tierreich und der Sandstein in seinen Farbvariationen von blütend weiß bis weiß–rot getigert. Uns ist immer noch die Vogelkulisse in den Ohren, die uns über den Tag begleitet hat. Wir freuen uns schon darauf, einmal mit unserem Sohn Muni dort hin zu fliegen und ihm dieses kleine Paradies zu zeigen.

Zuhause ist unser Heimgebiet, in dem wir die meiste Zeit verbringen, keine 30 Minuten mit dem Auto entfernt. In der Nähe von Niederthai erschließen wir seit vielen Jahren ein Bouldergebiet mit Potential für zwei Leben. Die unberührte Natur dort oben, die Farne und Moose strahlen dort eine ganz eigene Magie aus, sodass es schon zu unserem zweiten Zuhause geworden ist.

Bouldern in Australien       Bouldern Tirol

Wie sieht euer “Alltag” aus? Wie vereinbart ihr Arbeit/Familie/Freizeit?

Wir wohnen in den Bergen. Selbst nach der Arbeit geht sich noch ein Sprung an den Fels aus. Wir leben ohne Fernseher und Radio, da wir sie als Zeiträuber empfinden. Unsere Abende verbringen wir zusammen im Wohnzimmer bei Yoga und Ruhe oder wir bauen zusammen einen Turm aus Holzklötzen oder lesen zusammen in Munis Lieblingsbüchern. Tagsüber sind wir meist draußen am Fels, wenn wir nicht arbeiten müssen. Seit vielen Jahren erschließen wir ein Bouldergebiet in der Nähe von Niederthai und betrachten dies als unseren Ort der Ruhe.

 Was braucht man um das Bouldern richtig genießen zu können?

Manuel: Durch meinen Job als Routenbauer bin ich viel in Kletter- und Boulderhallen unterwegs und dort gibt es eher selten ruhige Momente. Darum liebe ich es an meinen freien Tagen, in die Ruhe der Natur einzutauchen und mit meiner Familie schöne Tage beim Bouldern zu genießen, abseits vom Trubel.

Miriam: Für ein CARPE DIEM am Fels ist für mich die Ruhe das Wichtigste. Freunde, die mit uns das Sein im Freien zusammen genießen, bereichern einen Bouldertag ungemein.

Nötiges Equipment ist meiner Meinung nach Freude und Motivation an der Bewegung.

Bouldern Mia    Manu Klettern

Was wollt ihr noch loswerden? Was würdet ihr anderen Kletterern, Einsteigern wie Fortgeschrittenen, gerne mitgeben?

Manuel: Habe Respekt und Ehrfurcht vor Mutter Natur und danke ihr für jeden Tag, an dem du auf ihr wandeln darfst. Was ich leider schon seit langem vermisse, ist, dass sich aus einer einstigen Gemeinschaft ein Einzelkämpfertun entwickelt hat und es an einem schönen und respektvollem Miteinander zu mangeln anfängt und sich jeder nur noch der Nächste ist. Redet miteinander und freut euch miteinander.

Miriam: Jeder möchte möglichst unberührte Natur vorfinden. Mitgebrachtes gehört auch wieder mitgenommen.

Welches Modell aus der Jungkollektion ist euer Lieblingsstück?

Manuel: Meine Lieblingsfreizeithose ist die Emil Jeans. Zum Arbeiten trage ich wegen ihrer neutralen Farbe die Emil Grau. Die Knüllerfarbe, welche jedes Foto noch ein bisschen schöner erscheinen lässt, ist für mich eindeutig die Emil Ocker.

Miriam: Mein Lieblingsstück ist die sonnige Fritzi. Sie strahlt an jedem Fels.  

Danke für das Interview und wir wünschen allen schöne Stunden in der Natur und am Fels,

Muni, Manuel und Miriam,

Namaste