Weihnachtszeit: Ab sofort könnt ihr ganz entspannt bestellte Ware bis zum 31.12.2018 retournieren.

Familie Perschmann

Wer seid ihr und was macht ihr? Wie lebt ihr?

Wir sind eine leidenschaftliche Outdoorfamilie, die viel am Reisen ist. Auf diesen Reisen entstehen tolle Fotos, die zusammen mit der passenden Geschichte auf unserem Blog www.chalkonrock.com oder auf Instagram veröffentlicht werden. Nach unserer letzten großen Reise (7 Monate Neuseeland, Australien und Bali im Jahr 2014) haben wir uns in Freiburg niedergelassen, wo Axel seither seinen Master in Informatik vollendet hat und mittlerweile für ein kleines FinTech Unternehmen arbeitet. Katinka hat sich in der zwischenzeit um die beiden Mädels (Finja 5J und Merle 2J) gekümmert und trainiert regelmäßig die talentierten und super motivierten Kids der lokalen Leistungsgruppe (DAV Sektion Freiburg). Zusammen mit unserer Nachbarin betreibt Sie seit diesem Sommer das Modelabel finka-mode (www.finka-mode.de), welches (vorrangig) Kinderklamotten aus Bio Wolle/Seide Stoffen produziert. 

Wie und wann seid ihr zum Klettern gekommen?

Katinka: Mit etwa 11 Jahren habe ich mit meiner Familie einen Spaziergang gemacht und dabei sind wir zufällig an einer Kletterhalle (www.active-garden.de in Korb) vorbeigelaufen. Der Spaziergang hat sich dadurch um locker 2 Stunden verlängert, so dass ich zum nächsten Geburtstag einen Kletterkurs geschenkt bekam. Seither war ich regelmäßig am Klettern, habe eine Ausbildung zum Jugendleiter gemacht und viele Tage am Fels verbracht.


Axel: Meine erste Route (Heilbronner Kamin, 3+, Sirchinger Nadeln, Schwäbische Alb) wurde ich im Alter von 3 Jahren hinaufgezogen. Seither war ich zusammen mit meinem Vater und meinem Bruder Jochen häufig auf Bergtouren und später mit der Jugendgruppe der DAV Sektion Schwaben unterwegs. Mit 14 Jahren habe ich schließlich all meine Energie ins Klettern gesteckt und versucht, so viel Zeit wie irgend möglich am Fels zu verbringen und mich zu verbessern.


Habt ihr beide euch durchs Klettern kennen gelernt? Oder hat der eine den anderen mitgeschleppt und angefixt?

Definitiv durchs Klettern. Irgendwie sind wir uns immer wieder mal über den Weg gelaufen, wie das in der Kletterwelt eben so ist.


Was macht für euch das Klettern/Bouldern aus? Warum seid ihr angefixt?

Die ständig neuen Bewegungen, das draußen sein, das reisen und die weltweite vernetzte Kletterszene.


Welche Orte/Boulderregionen haben euch am meisten beeindruckt?

Neuseeland mit seiner genialen Landschaft und den surrealen Blöcken von Castle Hill, die unendlichen Massen an Sandsteinblöcken in Fontainebleau (FR) und die vielen Leisten im Tessin (CH). Außerdem die genialen Boulder im Joe’s Valley (Utah, USA).

 


Ihr habt inzwischen zwei Kinder, kam euch nie der Gedanke, mit Kindern das Bouldern/Klettern an den Nagel zu hängen?

Nein, eigentlich nicht. Tatsächlich gestaltet sich der Bouldertag mit Kind(ern) aber doch etwas anders, als man das zuvor gewohnt war. Es ist beispielsweise extrem schwierig bis Mitternacht unter ein und demselben Felsblock zu sitzen. ;) Aber es macht auch Spaß, den Kindern die Natur zu zeigen und ihnen die Freude vom Gesicht abzulesen, wenn Sie einem kletternden Eichhörnchen zuschauen, Steine in Bäche schmeißen oder mit ihren winzigen Kletterschuhen Kinderboulder erstbegehen.


Wie sieht euer “Alltag” aus? Wie vereinbart ihr Arbeit/Familie/Freizeit?

Mit Untertraining und wenig Schlaf. ;)

Meist läuft es auf Absprachen raus, wer an welchen Abenden in die Kletterhalle geht. Nur der Montag ist fix für Katinka und ihre Trainingsgruppe reserviert. Im Sommer war es angenehm lange hell, da konnten wir Nachmittags auch mal alle zusammen im Schwarzwald an Projekten arbeiten. Das wird nun im Winter wieder schwieriger und für gemeinsames Klettern in der vollen Kletterhalle sind die beiden Mädels Abends meistens zu müde.

Seitdem Axel sein Studium abgeschlossen hat, sind wir urlaubstechnisch etwas eingeschränkter wie früher, aber dennoch auf Achse. Ein großteil der diesjährigen Urlaubstage steckten wir beispielsweise in eine 4,5 wöchige Reise in die USA (Red Rocks und Bishop) im Februar.


Was braucht man um das Bouldern richtig genießen zu können? (Freunde/Equipment/Kondition…)

Einen fahrbaren Untersatz in dem man zu viert jederzeit stehen bleiben und schlafen kann, nette Gesellschaft am Fels, gutes Wetter (Nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu nass, Mückenfrei, ...) und einen großen Rucksack mit Kamerequipment. Gute Kondition steigert manchmal die Laune, ist aber nicht ausschlaggebend. ;)


Was wollt ihr noch loswerden? Was würdet ihr anderen Kletterern, Einsteigern wie Fortgeschrittenen, gerne mitgeben?

Seid motiviert, nehmt euren Müll mit, kackt nicht überall hin und denkt immer dran: Ihr seid nicht allein im Wald!

Liebe Grüße,

Familie Perschmann